Stromausfall: Mehr Babys für Holland


Amsterdam
In und um Amsterdam hat es einen riesigen Stromausfall gegeben – und das hatte seinen Grund.

… Schwarzer Rauch stieg von den Flügelchen auf, Sonja, Johnny und Darfo waren total verkokelt. Sie sahen aus, als wären sie einem Feuerinferno entkommen. Deprimiert latschten sie durch den Flur, zielstrebig auf die Küche zu. Schmetterlingsmädchen Martha hatte gerade ihre Flügelfarben aufgefrischt, hatte eine Zuckerwatte in der Hand und schaute ihre Lieblings-Prinzessinnen-Serie auf der Couch. Jetzt liefen allerdings Kurznachrichten zwischen der Werbung. Das Trio klapperte am Kühlschrank rum, kam mit Erdbeerinha-Bechern in der Hand ins Wohnzimmer und setzte sich neben sie. Es stank verbrannt, aber so richtig, um Martha herum. Knirsch, Knirsch, Knirsch. Niemand sagte etwas, Martha blickte auf den Fernseher: In Holland hatte es heute einen Mega-Stromausfall gegeben. Der Blackout hatte die Region um Amsterdam stillgelegt. Sogar der Flughafen Schiphol war zeitweise betroffen. „Krankenhäuser, Radio und Fernsehen schalteten auf Notstrom um. Tausende Menschen saßen in Zügen, Straßenbahnen, Metros und Fahrstühlen fest“, sagten sie da gerade im Fernsehen. Knirsch, Knirsch, Knirsch. Schlürf, Schlürf, Schlürf. Martha schaute ihre dampfenden Freunde neben sich an. „Hmm“, grübelte die Kleine, blickte wieder auf den Fernseher. „Der Strom fiel nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Tennet wegen eines Defekts in einer 380-Kilovolt-Hochspannungsstation in der Gemeinde Diemen bei Amsterdam aus“, hieß es jetzt da weiter. Ein Defekt an einer Stromleitung? Martha drehte sich wieder um. Bei Darfo, Sonja und Johnny standen die Haare auf den Armen und Beinen zu Berge, es knisterte, zischte, kleine Funken sprangen immer wieder in die Luft – sie waren immer noch voll elektriziert. Knirsch, Knirsch, Knirsch, knabberte Martha ihre Zuckerwatte weiter, während sie ihre Freunde musterte. Schlürf, Schlürf, Schlürf, hockten die – gelegentlich zuckend – neben ihr, verzogen aber sonst keine Miene. Bei ihnen verpuffte immer wieder eine kleine Wolke über dem Kopf, mal da am Rücken. Knirsch, Knirsch, Kniiiiiiirsch, dämmerte es der Kleinen, schaute sie noch einmal auf den Holland-Bericht im Fernsehen. Kniiiiiiiirsch, stoppte sie jetzt ihre Schlemmerei. „Moment“, machte es jetzt bei ihr „Klick“. Doch bevor sie eine Frage stellen konnte, kam ihr Schmetterlingsmacho Johnny zuvor. Der Stromausfall hatte mehrere Stunden gedauert. „Was macht man nicht alles, damit die Menschlein wieder mehr Kinder bekommen. Puuuuh …

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