Geheime Experimente im Weltraum


Es gibt Experimente im Weltraum, die mögen recht sonderbar wirken.
Die Menschen sehen so süß aus, wenn sie sich im Weltraum bewegen. Und auch wie sie darüber berichten, einfach herrlich, einfach herrlich. Nicht?

… Die Erdenlichter verpassten dem Blauen Planeten auf der einen Seite ein Aussehen, wie von einem funkelnden Spinnennetz überzogen. Auf der anderen Seite lieferte sich das Weiß der Wolken einen Wettkampf mit dem Blau der Ozeane und dem Braun der Landmassen. „Roger“, knarrte es aus dem Lautsprecher, der Schmetterling hatte eine Glaskugel auf dem Kopf. Er schwebte durch das Raumschiff „Oasis“, im Hintergrund lief „Wonderwall“. Ein bisschen Unterhaltung musste schon sein. Martha drückte sich durch die Schwerelosigkeit des Inneren des Forschungsmoduls. Sie wollten wissen, ob Märchenwesen Zuckerwatte hier oben genauso schnell knabbern konnten wie auf der Erde. Also bei Anziehungskraft. Sie hatten Tonnen der süßen Leckerei dabei. Sie konnten die Gravitationsstärke immer wieder umschalten. Auf Erde, Mars, Jupiter, auf Tschatschaka, auf Holunder VI oder auch Magnolia – sie wollten insgesamt 777 Planetenstärken durchtesten. Und sie hatten jeweils sieben Stunden für die Experimente Zeit. Die Länge eines ganz normal chilligen Videoabends. Im Moment versuchten sich Johnny und Sonja. Ihre Gesichtchen waren schon ganz grün. Es schien, als würde das Zuckerwatteknabbern sowie die Schwerelosigkeit zur einer Art von Seekrankheit führen. Doch, einen Moment: „Rüüüülps“, hauten sich beide gegenseitig auf den Rücken. Das war lediglich das Standard-Bäuerchen nach fünf Kilogramm Zucker. Und schon erlangten sie wieder normale Gesichtsfarbe. Hier oben im Weltall schien es beim Aufstoßen einfach noch zusätzlich eine grüne Gesichtsverfärbung zu geben. Okay, trug Martha ihre Beobachtung auf dem Klemmbrett ein. Die Experimente liefen bestens. Sonja und Johnny konnten weitermachen. Ähnliche Experimente führten die Zweibeiner in vereinfachter Form auch mit Ameisen und anderen Tieren auf der ISS durch. Jetzt konnten sie 80 Europäische Rasenameisen „testen“. Zu ihrer Verwunderung: Sie kamen nahezu besser klar als die Menschen. „Dies gelang fast allen Tieren,– nur etwa jede Zehnte schwebte orientierungslos in der Box umher“, heißt es da. „Bei den Menschen wäre das Verhältnis wahrscheinlich 50/50“, kicherte jetzt Martha. Darfo steuerte derweilen in Seelenruhe das Raumschiff witzigerweise gerade einmal um die ISS herum. Auf der Erde meldeten sie bereits jetzt – nichts. Tarnfunktion, versteht sich. Die Menschen wollten mit den Erkenntnissen durch die Ameisen die KI von Robotern optimieren. Nach den Testresultaten waren die Ameisen wirklich gut drauf. Konnten sie sich selber nicht irgendwo in ihren Testboxen festhalten, klammerten sie sich an eine andere Ameise. „Vielleicht wäre es für die Menschen nicht schlecht, wenn sie generell einfach was vom Sozialsystem der Ameisen lernen und es auf sich übetragen?“ „Ja, das wäre natürlich hilfreich. Nicht wie jetzt, jeder kämpft für sich – dann kämpfen alle für alle“, sagte Darfo. Er schaute zum Mond und überlegte kurz, die Fahne der Amerikaner ein wenig umzustellen. Wenn ihnen das auffällt, hätten sie wieder was zu spekulieren. Drei, zwei, eins – drehte er das Ruder herum. Jawoll, wird gemacht. „Rüüüüüülps“, kam es derweilen von hinten. Gleich stand Versuch Nummer 136 an …

guckst du: welt

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