BUND: Rettet die Schmetterlinge!


Rettet die Schmetterlinge

Rettet die SchmetterlingeRettet die Schmetterlinge ist jetzt angesagt! Von 129 Tagfalterarten in NRW sind bereits 33 ausgestorben, weitere 56 Arten sind unterschiedlich stark gefährdet.

… Da war es den Schmetterlingen Angst und Bange, sie hockten zitternd im Garten: Die echten Schmetterlinge sind vom Aussterben bedroht!!! „Rettet die Schmetterlinge“, schlüpften sie sofort in ihre Gärtneranzüge, holten Schäufelchen, Blumenerde und ihre Blumensamen raus. Sie mussten Gas geben! „Pflanzt so viele schmetterlings- und bienenfreundliche Blumen, wie ihr könnt!“ Der BUND in Nordrhein-Westfalen hat jetzt die schockierende Nachricht herausgegeben: „Von den 129 Tagfalterarten in NRW sind bereits 33 ausgestorben, weitere 56 Arten sind unterschiedlich stark gefährdet“, sagte der Landesvorsitzende des BUND, Holger Sticht. Zu ihnen zähle auch der von der BUND NRW Naturschutzstiftung gekürte Schmetterling des Jahres 2017, die Goldene Acht (Colis hyale). „Die Hauptursachen liegen in der industriellen Landwirtschaft. Pestizide, Überdüngung und die intensive Bodenbearbeitung vernichten die Lebensgrundlagen der Schmetterlinge.“ Schockschwerenot!! Daher rufe der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in NRW Kommunen, Naturfreunde und Gartenbesitzer auf, sich im Rahmen der Aktion „Abenteuer Faltertage“ für den Schutz von Schmetterlingen einzusetzen! Denn das stimmt: Nicht nur in öffentlichen Parkanlagen und privaten Gärten gibt es noch viele ungenutzte Chancen, Schmetterlingen das Überleben zu ermöglichen, so der BUND-Experte, sondern auch zuhause. „Schmetterlingen fehlen oftmals ihre bevorzugten Futterpflanzen. Parks und Gärten werden zu Schmetterlings-Überlebensinseln, wenn man heimischen Pflanzen Raum gibt und auf Pestizide verzichtet“, sagte Sticht. Zu empfehlen sei auch die berühmte Brennnesselecke, da mehrere Arten diese Pflanze als Nahrung für ihre Raupen benötigen. „Haut rein, die Zeit dängt!“, buddelten die Schmetterlinge Martha, Darfo, Sonja und Johnny los.

Rettet die Schmetterlinge

Und sie hatten bereits Zaungäste: Einhorn Pinki stand mit Dollar-Zeichen-Ghetto-Kette da und schlürfte genüsslich einen Erdbeerinha, drei Weihnachtselfen lehnten sich gelangweilt an einen Baumstamm und hatten Strohhalme im Mund. Zwei lustige Waldschrate kletterten gerade den Baum hoch, um die besten Sitzplätze zu bekommen. Nessie von Loch Ness tauchte ebenfalls gerade auf, um den Swimmpool frühlingsfit zu machen. Die ersten Partys des Jahres hier bei den Schmetterlingen Martha, Darfo, Sonja und Johnny würden nicht lange auf sich warten lassen. Und auch drei blau leuchtende Glühwürmchen zischten nun neugierig herbei. Was ist denn hier los? Als Martha die Zuschauer sah, wurde sie knallrot im Gesicht. „Was hängt ihr da arbeitslos herum???“ Jetzt schauten auch Darfo, Sonja und Johnny auf. Sofort riefen sie: „Los! Mit anpacken!!!“ Überrascht glotzten sie die märchenhaften Zuschauer an. „Rettet die Schmetterlinge!!! Und danach erzählt ihr das allen weiter!!!“ Drei, zwei, eins … zischten alle Märchenwesen herbei, griffen sich Schüppe und Harke und legten los. „Rettet die Schmetterlinge“, feuerten sie sich gegenseitig an …

P.s: „Aber auch mit dem Einkauf von Biolebensmitteln kann jeder einen echten Beitrag zum Schmetterlingsschutz leisten“, sagte Sticht. Aktuelle Studien des Leibnitz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung würden zeigen, dass im biologischen Landbau mehr Wildkräuter auf den Feldern wüchsen, welche die Schmetterlingsvielfalt unterstützten.

„Schmetterlingsretter-Pakete“

Der BUND stellt für engagierte Schmetterlingsschützer „Schmetterlingsretter-Pakete“ zur Verfügung. Neben Informationen zum Schmetterlingsschutz enthalten sie auch eine Bestimmungshilfe für Schmetterlingsarten. Einfach den BUND vor Ort ansprechen!

Mehr Infos über den Schutz von Schmetterlingen gibt es hier:

Tipps zum Schmetterlingsfreundlichen Gärtnern

 

Leave a comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.