Gegen den Klimawandel kämpfen


Gegen den Klimawandel kämpfen

Gegen den Klimawandel kämpfenDer Klimawandel lässt das Eis an der Arktis so schnell schmelzen wie noch nie.

… Die zwei isländischen Trolle standen im Schmetterlingsgarten und starteten ihre Präsentation. Umringt von zahlreichen Einhörnern, blau leuchtenden Glühwürmchen und den Schmetterlingen Martha, Darfo, Sonja und Johnny zeigten sie auf den Eisklumpen. Einhorn Pinki und der New Yorker Hafenpolizist Elvis mussten in Eisbärkostümen als Anschauungsobjekte herhalten. „Und das ist diesen Winter passiert“, zündete der eine isländische Troll den Bunsenbrenner. Einhorn Pinki und Elvis standen im aufblasbaren transparenten Planschbecken. Dieses ging den beiden aber bis zu den Schultern. „Mega“, grinste Schmetterlingsmacho Johnny. In der Mitte des Beckens war ein rund zwei Meter hoher Eisturm – er symbolisierte das Eis an Nord- und Südpol. Den Klimawandel! Wuuusch, setzte der Troll an … und das Wasser begann zu schmelzen. Immer höher stieg der „Meeresspiegel“, die Eisbärkostüme saugten sich immer mehr voll. Einhorn Pinki tippelte gelangweilt auf der Stelle herum.

Klimawandel: Noch nie so geringe Eisfläche in Arktis

Was sie nicht wusste: „Und genau dieselbe Reaktion kann man bei den Menschen beobachten“, zeigte der andere isländische Troll auf Pinki. Während die eine Hälfte der Menschheit den Klimawandel wahrgenommen hatte, akzeptierte, dass es ihn gab und dass man dagegen etwas machen musste, weigerte sich die andere Hälfte der Menschen, dies anzuerkennen. Jetzt schlug die NASA aber Alarm: „Noch nie in der Geschichte der Satellitenaufzeichnungen haben die menschlichen Forscher nach einem Winter so eine geringe Eisfläche beobachtet“, referierten die beiden isländischen Trolle. „Die Ursache für den Negativrekord in der Arktis waren den Angaben zufolge der warme Herbst und Winter“, so die Menschen.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sagte wohl, „dass die Arktis in diesem Winter dreimal von einer Wärmewelle erfasst wurde, bei der starke Atlantikstürme warme, feuchte Luft brachten“. Unglaublich: Bis zum Gefrierpunkt sei die Temperatur dabei als Höchstmarke gestiegen. „Boaa“, staunten die anwesenden Märchenwesen nicht schlecht. Der Klimawandel war ja krass. Das Wasser stand beiden Versuchsobjekten jetzt schon bis zu den Knien. Einhorn Pinki war natürlich sichtlich berührt. Trotz ihres Pinks konnten alle Anwesenden den leicht rötlichen Anflug auf ihren Wangen erkennen. Peinlich. „Wir haben den Menschen aber auch schon versucht zu zeigen, dass es mit dem Meeresspiegel in die Höhe geht“, wandten die Schmetterlingsmädchen Martha und Sonja jetzt ein. Fingerchen nach oben. Und die beiden isländischen Trolle reagierten nun ihrerseits so wie es die Menschen taten. „Ach, ehrlich?“, zuckten sie. Der zweite Troll packte aus seiner Tasche einen zweiten Bunsenbrenner aus und entfachte das Feuer. Doppelter Klimawandel zur Anschauung. „Wir nutzen einfach das, was wir haben“, hielte er seine Flamme nun mit an den Eisturm – der mittlerweile schon sichtlich geschmolzen war.

Das Wasser steht dem Einhorn bis zur Brust

Das Wasser stand Einhorn Pinki und Hafenpolizist Elvis bis zur Brust. Waren sie sich bis vorhin absolut sicher, dass sie als „Eisbären“ ziemlich mächtige und kräftige Tiere waren, konnten sie sich nun kaum noch bewegen. Eine Flucht war den beiden jetzt schon fast unmöglich. Pinki überkam nun langsam Misstrauen. Um ehrlich zu sein, kannte sie die beiden Trolle gar nicht. Wie weit würden sie gehen? „Könnten wir nun bitte raus?“, fragte sie schon etwas nervös. Die beiden reagierten wie die Menschen: „Nein“, sagten beide trocken. Drei, zwei, eins … Panik erfasste die beiden in der Mitte. Auch Martha, Darfo, Sonja und Johnny sowie alle anderen schauten die beiden Trolle nun entsetzt an. Sie kannten sie ja eigentlich auch nicht wirklich! Sie machten einfach eiskalt weiter! Das Wasser erreichte Nüstern und Nase. Blubb, Blubb, Blubb, fingen jetzt beide an zu röcheln. „Hüüülfe!!!“, drehte Einhorn Pinki vollständig durch. Sie versuchte zu wedeln, sich aus dem Kostüm zu befreien … aber nichts klappte! Vor ihren Augen ertranken die beiden!! Ein mit den Händen in der Höhe rumzappelnder Elvis bekam gerade einen Hufschlag ab … und sackte besinnungslos zu Boden.

„Seht ihr, man muss schon etwas tun!“

„Shit!!“, riefen alle Zuschauer entsetzt. Die Panik sprang auf alle über … aber die beiden Trolle machten regungslos weiter. So, als würde es überhaupt keine Gefahr geben. Das konnten die Anwesenden nicht mehr ertragen. „Du, du!“, zeigte Schmetterlingskriegerin Sonja auf zwei Einhörner. „Los, mit den Hörnern aufstechen!“ Elvis bewegte sich schon gar nicht mehr auf dem Grund des Planschbeckens, Pinki wurde knalleblau … und schaute als letztes Freundin Martha an: „Machs gut, meine Liebe!“ Ich werde sterben! Aber: Puff, Puff, Puff, rannten die beiden Einhörner mit ihren spitzen Hörnern immer wieder nach vorne, stießen Löcher in die Außenhaut herein. Sofort spritzte das Wasser in alle Richtungen, immer niedriger wurde der Stand! Drei, zwei, eins: Schon hing Schmetterling Darfo am Mund von Elvis und machte Mund-zu-Mund-Beatmung. Dann atmete er wieder … allesamt blickten die Trolle stinkesauer an. Die grinsten nur: „Seht ihr, man muss schon etwas tun, um gegen den Klimawandel zu kämpfen … und die bedrohten Lebewesen, egal ob Tier oder Mensch, zu retten …

guckst Du

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