Nistkasten im Herbst reinigen


Ein Nistkasten sollte im Herbst gereinigt werden.

Der Herbst ist der beste Zeitpunkt, um einen Nistkasten zu reinigen. Damit wird er für das nächste Jahr wieder fit gemacht. Und es ist ganz leicht. Magisch leicht.

… Zwei Elefanten-Giraffen standen in voller Montur da: Mit Gummistiefeln und Regenjacken, großen Planschbecken voller Wasser – und knallroten Köpfen. Pffffff, spritzten sie das Wasser heraus. Mitten rein in den Nistkasten. Hier lief es wie in einer Fabrik – Fließbandarbeit. Aber hier herrschte eine fantastische Atmosphäre: Ein wahnsinniges Stimmengewirr durchflutete den Schmetterlingsgarten, blau leuchtende Glühwürmchen schwirrten überall aufgeregt herum. Magisch, einfach magisch hier. Ganz am Anfang der Reihe standen die Schmetterlinge Martha, Darfo, Sonja, Johnny sowie Einhorn Pinki und wiesen die Neuankömmlinge ein. „Ihr seid absolut richtig hier! Sie brauchen eure Hilfe!“ Jeder Besucher hatte einen Nistkasten dabei. In langen Schlangen standen sie unruhig wartend bis auf die Straße, weit um das ganze Viertel herum. Elfen und Trolle aus Island, diverse Märchenwesen aus Afrika, Drachen aus Asien und viele, viele mehr. „Immer bitte einen freien Tisch suchen“, winkte Schmetterling Darfo gerade zwei Büsumer Kinder durch. Sie hatten ihren Nistkasten ebenfalls dabei. Denn: Jetzt im Herbst war der perfekte Zeitpunkt, um einen Nistkasten dem Putz zu unterziehen. Die Brutsaison war vorbei, einige Vögel hatten Deutschland bereits verlassen, andere warteten quasi einfach auf den Winter. Der Nistkasten wurde nun nicht genutzt, nun konnte alles fein säuberlich sauber gemacht werden. „Damit im nächsten Jahr wieder schön gebrütet wird, einfach an einem der freien Tische anstellen“, zeigte Schmetterlingsmädchen Martha den Weg.

Nistkasten einfach sauber machen

Dutzende Weihnachtselfen warteten da schon: Sie klappten die Häuschen auf und entnahmen das Nistmaterial. Sie warfen es auf die hinter ihnen stehenden Kompost-Schubkarren. Dann mussten die Nistkasten-Besitzer auf ein Förderband treten, ab jetzt lief alles wie in einer Waschstraße ab. Von dort beförderte sie das Band zu der Reihe Osterhasen: Mit feinen Pinselchen staubten sie in Sekundenschnelle alles aus. Und schon ging es weiter, nächste Station: Elfenmädchen aus Schweden linsten schnell rein, ob alles sauber war. Eigentlich hoben sie immer direkt den dicken Daumen. Dann direkt mit dem Nistkasten zur vorletzten Position: Dort warteten die Elefanten-Giraffen. Sie sogen schnell Wasser aus dem Planschbecken und schossen es in den Nistkasten hinein. Plitsch, Platsch, Plutsch. Ausruhen war aber nicht angesagt: Das Förderband schickte die Naturfreunde zur Trocken-Station. Dutzende kleine Sterne strahlten dort um die Wette. Sie hielten so dolle die Luft an, dass sie nicht mehr gelb, sondern rot waren – so heiß, dass der Nistkasten ruckizucki wieder trocken war.

Und schon endete das Förderband. Die Prozedur war aber noch nicht ganz vorbei: Kleine Schmetterlingsdamen flogen dort bereits kichernd durch die Luft und gaben jedem Nistkasten-Besitzer einen Kuss auf die Wange: „Danke, dass ihr den Vögeln helft! Und schön Vogelfutter im Winter anbieten!“, säuselten sie dazu zärtlich. Manch einer schwebte auf Wolke sieben, stolz verließen die meisten den Garten von Schmetterlingsgeschichten.com – oder gönnten sich noch einen kleinen Imbiss. Zuckerwatte, Schoki, kandierte Mandeln und vieles, vieles mehr standen selbstverständlich noch zur Verfügung. „Tolle Geschichte hier, die die Märchenwesen anbieten“, konnten Zuhörer bei den Gästen vernehmen. Kein Wunder, dass so viele anstanden, um ihren Nistkasten bei den Märchenwesen reinigen zu lassen – bei dem Service. Jetzt war einfach der beste Zeitpunkt. „Äiiih, was soll das denn?“, rief auf einmal ein Schmetterling mit Nistkasten in der Hand aus. Schmetterlingsmacho Johnny hatte sich die fremde Bruthilfe einfach geschnappt, rannte schnell los und sprang auf das Förderband. „Ummmpf“, verdrehten Martha, Sonja, Darfo und Einhorn Pinki die Augen. Sie waren es gewohnt. Gut alle fünf Minuten machte er das. Aber nicht überraschend: Sein Gesicht würde gleich um einen Lippenstiftabdruck reicher sein …

Wer den Vögeln wirklich etwas Gutes tun will, der sollte tatsächlich nun seinen Nistkasten reinigen. „Bei Vogelarten wie Meisen, die mehrmals im Jahr brüten, reinigen Sie den Nistkasten bitte nicht zwischen den Bruten. Indem Sie das alte Nest entfernen, fördern Sie die Neubelegung im kommenden Jahr und Sie entfernen eventuell vorhandene Parasiten (Vogelflöhe und Milben). So bleiben die Vögel gesund“, rät der LBV. Allerdings reicht es völlig, wenn das alte Nest entfernt und das Vogelhaus ausgekehrt wird. Chemikalien sollten auf keinen Fall genutzt werden. Auch sollte überprüft werden, ob nicht irgendein Wintergast dort bereits Quartier bezogen hat, dann sollte das Vogelhaus ebenfall nicht angerührt werden. Nicht gereinigt werden dürfen Nester von Mauerseglern und Schwalben. Über eine Reinigung freuen sich aber auf jeden Fall Meise, Sperling und Kleiber.

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