Weihnachtsgeschichten: Der Nikolaus-Snack

… Heimlich, gaaaanz heimlich schlichen sich die flatternden Geheimagenten hier in das Schlafzimmer des Bischofs von Myra. SchnachSchnarchSchnarch, kams aus dem Bett. Die blauleuchtenden Glühwürmchen der Schmetterlinge hielten sich die Händchen vor den Mund, mussten sie vor Nervosität kichern. Hihihihi… Eilig huschten Darfo und Johnny an das Fußende. Martha und Sonja legten ihren Schokoladenriegel gaaanz nah dran. Jetzt pennte er noch. Sein Zimmer lag direkt neben dem des Weihnachtsmannes und dessen Frau. SchnarchSchnarchSchnarch, ratzte er tief und fest. Den Schlaf hatte er auch nötig, sein Einsatztermin war ja bekanntlich viel früher als der des Weihnachtsmannes. „Nun mach schon“, fuchste Johnny Darfo zu. „Ich mach ja schon, ich mach ja schon“, züngelte der genervt zurück. Flugs hob Johnny die Bettdecke hoch, und Darfo holte aus seinem Lederbeutelchen eine Feder. Die nackten Füße des Nikolaus‘ bewegten sich sanft vor ihnen hin und her. „Uiuiuiui“, flutschte es Schmetterlingsmädchen Martha aus dem Mündchen – völlig unbewusst, aber viel zu laut. Mit einem dicken Schnarcher und Luftschnapper drehte sich ihr Opfer! Kleine Salzsäulen, der Phoenix verpuffte zur Asche. Puff. Dann wackelte der Mann allerdings nur ein wenig mit dem Hintern und drehte sich wieder um. „Puuuuh“, atmete die Einsatztruppe aus, der Phoenix flackerte aus der fallenden Asche wieder glühend auf und materialisierte sich an der Türe. Wache schieben. Drei, zwei, eins – und schon fummelte Darfo mit der Feder an den Füßchen des Nikolaus‘ herum: Kitzeln war angesagt. Und es dauerte nicht lange, da lächelte der Rotrock im Schlaf, ein goldfunkeldendes Strahlen lief knisternd an seinem Körper hoch und runter: die wahre Magie des Nikolaus. Kaum erreichte sie den Schokoladenriegel, da erreichte die kleine Rasselbande ihr Ziel. PloppPloppPlopp..PloppPlopp….PloppPloppPloppPloppPopp, vermehrte sich die süße Leckerei springend wie Popcorn. Hundertfach, millionenggigantodrölftelfach. „Hurra!“, jubelten alle in Gedanken, rissen die kleinen Racker ihre Händchen hoch. Darfo ließ die Feder wieder fallen. Schnell packten alle mit an und rannten mit ihrer „Beute“ hinaus in die Nacht. Tja, es war gar nicht so leicht, sich am Nordpol nen kleinen Pausensnack zu besorgen, wenn man dem Weihnachtsmann jetzt schon von morgens bis abends tatkräftig zur Hand ging …

Diese Geschichte wurde direkt in diesen Blog geschrieben, unkorregiert und pur. Damals gab es jeden Tag eine. Aufbereitet, korrigiert und lektoriert entstand später im Frühling/Sommer ein Büchlein daraus. Weiter gehts deshalb in den Weihnachtsgeschichten der Schmetterlinge

Schmetterlingsgeschichten

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