Weihnachtsgeschichten: Die geheimnisvolle Weihnachtsschneeballschlacht


… PfuffPfuffPuff, schossen die Schneebälle hier am Nordpol, in der geheimen Geheimstadt des Weihnachtsmannes, durch die Luft. PfuffPfuffPuff, rannte Martha geduckt unter der ankommenden Schneemenge herum und versorgte ihre tapfere Mannen mit Schneeball-Nachschub. Sie standen auf dem nordöstlichen Burgturm und ballerten auf die Angreifer wie Hulle. Eine Armee von wilden Weihnachtselfen drohte, Prinzessin Sonja zu entführen, sollten sie diese erwischen – und das konnte nur passieren, wenn die tapfere Schmetterlingsritterarmee versagte. Und das durfte auf gar keinen Fall geschehen. „Grrrr“, knurrte Martha die Angreifer an…und „Platsch“, hatte sie ein Geschoss mittig in ihrem Gesichtchen hängen. Schockiert sah Darfo dieses hinterhältige Attentat und ballerte wie ein Wahnsinniger auf die Gruppe Elfen herunter, die für die Schandtat verantwortlich war. Aber die Gegner drängten sich immer näher heran, ihr Munitionsvorrat schien unendlich. „Wir müssen eine andere Taktik wählen“, brüllte Johnny Darfo zu. Martha schüttelte gerade den Schnee von sich ab und rannte die Burgtreppe wieder runter: neue Munition holen. Gut, dass sie jetzt nicht da ist, schoss es Darfo durchs Köpfchen. Er konnte vor ihr nicht eingestehen, dass die Schlacht verloren war,… da hauten ihn direkt drei Schneebälle um, er kam ins Schwanken und fiel die zwei Meter nach hinten in den Burghof herunter…direkt neben ein paar schwarze Stiefel. „Nanu?“, berappelte er sich und schaute auf. Eine grinsende Martha stand neben einem Rotrock, dessen Gesicht von einem weißen Bart geschmückt wurde. „Ho-ho-ho“, lächelte der Weihnachtsmann ihn an, als es Johnny oben auf den Zinnen erwischte, und er ebenfalls auf den Burgplatz geschleudert wurde. „Hat hier jemand Verstärkung bestellt?“ Voll der neuen Energien, Hoffnung und Siegeswillen stampfte die Truppe nach oben und ballerte aus allen Rohren. Zisch, Puff, Wums, überdeckten die Verteidiger die angreifenden Elfen mit einem wahren Meer von Schneebällen. Doch es waren einfach zu viele. Prinzessin Sonja war immer noch nicht außer Gefahr. Und schwupps, hatte sogar der Weihnachtsmann vier Schneebälle an seinem Bauch hängen. „Mist“, grummelte dieser, und ärgerte sich ein wenig darüber, dass er dem Rat von Frau Weihnacht, im Sommer eine Diät zu machen, nicht gefolgt war. Was ihn wiederum so ärgerte, dass es seine Wut auf die Angreifer steigerte. WuschWuschWusch, pfefferte er direkt eine Serie von Schneebällen auf die Elfen – doch sie kamen immer näher. Prinzessin Sonja war verloren…als ein magisches Funkeln in den Augen des Weihnachtsmannes aufblitzte. Goldene Lichtringe bildeten sich um seine Füße und liefen seinen Körper hoch. An seinem Bauch vereinten sie sich und teilten sich funkensprühend an seinen Armen. Schockiert nahmen die Elfen die Weihnachtsmannmagie wahr. Flugs verharrten sie mit aufgerissen Mündern,…da klatschte Santa mit den Händen zusammen…und die Welt, die Zeit blieb stehen. Elfen, Martha, Sonja, Darfo, Johnny, Rentiere, die Menschen in ihren Städten, zuhaus vor dem Fernseher, in der Badewanne, im Bus, sogar Flugzeuge in der Luft – alles stand still. Wie zu Salzsäulen erstarrt. Die Weihnachtsmagie, die Santa immer am Heiligen Abend anwendete, wenn er mit seinem Schlitten um die Welt brauste. Irgendwie musste es der Mann ja schaffen, allen Menschen Geschenke vorbeizubringen. (Weil er nun im höheren Alter war, und er es trotz der Magie nicht mehr alleine schaffte, waren die Schmetterlinge ja als Helfer eingestellt worden.) „Wollen wir doch mal sehen, wer hier gewinnt!“, brummelte er, sprang über die Burgmauer und seifte jeden Elfen mit Schnee ein – so richtig dolle. Dann rannte er wieder zurück in die Burg, die Treppe nach oben, stellte sich neben die Schmetterlinge…und klatschte wieder in die Hände. Ruckzuck lief die Zeit wieder normal, und Darfo, Martha und Sonja schauten sich verdattert an. „Bääääh“ „Buuuuh“ „Boi“, kams auf einmal von unten, und die Rasselbande blickten erstaunt auf die Elfen. Niemand warf mehr einen Schneeball, waren sie alle von unten bis oben mit Schnee zugesaut…und zogen als Verlierer ab. „Juhuhuhu“, jubelten die Schmetterlinge. Sie hatten gewonnen. Zufrieden und mit stolzer Brust verließen sie die Burg und liefen vor den Verlierern auf und ab. Nur Frau Weihnacht fand den Ausgang der Schlacht nicht so dolle. „Was ist?“, brummte Santa sie an. „DAS muss ich für den großen Tag doch auch einmal üben …

Diese Geschichte wurde direkt in diesen Blog geschrieben, unkorregiert und pur. Damals gab es jeden Tag eine. Aufbereitet, korrigiert und lektoriert entstand später im Frühling/Sommer ein Büchlein daraus. Weiter gehts deshalb in den Weihnachtsgeschichten der Schmetterlinge

Schmetterlingsgeschichten

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