Helgoland und die Energiewende: Wie die Hochseeinsel zum Servicestandort der Offshore-Windkraft wurde

Wer mit dem Schiff nach Helgoland fährt, sucht meist zuerst den Funkmast am Horizont. Irgendwann taucht der rote Felsen auf, später die Düne mit der davor liegenden Nordic, der Hafen und die Häuser am Hang. Für viele beginnt beim Einlaufen genau dort das Helgoland-Gefühl. Dieses Gefühl von Freiheit, von Nordseee, von „endlich wieder da“ – wenn man den Fuß iip Lunn setzt!

Doch der Blick auf die Nordsee hat sich verändert: Am Horizont stehen heute nicht nur Frachter, Segelboote oder Versorgungsschiffe. Bei klarer Sicht sind auch Offshore-Windparks zu erkennen: Windräder mitten im Meer, technische Bauwerke in einer Landschaft, die viele Menschen vor allem mit Weite, Natur und Freiheit verbinden.

Gerade deshalb ist Helgoland ein spannender Ort, um über die Energiewende nachzudenken. Hier bleibt sie nicht abstrakt. Sie hat einen Hafen, Schiffe, Arbeitsplätze, Techniker, Wartungseinsätze und einen sichtbaren Platz am Horizont.

Helgoland ist dadurch mehr als eine Urlaubs- und Naturinsel. Die Hochseeinsel ist heute auch ein wichtiger Service- und Betriebsstandort für die Offshore-Windkraft in der Deutschen Bucht.

Wer sich zunächst einen allgemeinen Überblick über die Insel verschaffen möchte, findet ihn in meinem Artikel Helgoland: Geschichte, Natur und die roten Felsen der Nordsee.

Warum Helgoland für Offshore-Windparks wichtig ist

Helgoland liegt weit draußen in der Nordsee, rund 63 Kilometer von Cuxhaven entfernt. Für Tagesgäste bedeutet das eine längere Anreise (75 Minuten mit dem Katamaran/2,5 Stunden mit der „Helgoland“). Für die Betreiber der Offshore-Windparks ist genau diese Lage ein Vorteil.

Windparks auf See liegen nicht unmittelbar an der Küste. Sie stehen dort, wo der Wind im Durchschnitt kräftiger und gleichmäßiger weht als an Land. Doch diese Entfernung macht Betrieb und Wartung aufwendig. Techniker, Ersatzteile, Werkzeuge, Spezialschiffe und Sicherheitsausrüstung müssen möglichst nah an die Anlagen herangebracht werden.

Von Helgoland aus sind mehrere Offshore-Windparks deutlich schneller erreichbar als von einem Hafen auf dem Festland. Deshalb entwickelte sich die Insel zu einem wichtigen Service- und Betriebsstandort für die Windkraft auf See.

Das Südhafengelände und Teile des Vorhafens werden seit 2015 als Service- und Betriebsstation für Offshore-Windparks genutzt. Dort befinden sich unter anderem Werkstätten, Lagerflächen, Servicegebäude und Anlegestellen für die eingesetzten Schiffe.

Für Besucher ist das vielleicht nur ein technisch geprägter Teil des Hafens. Für die Betreiber der Windparks ist Helgoland ein logistischer Knotenpunkt mitten in der Nordsee.

Welche Offshore-Windparks vor Helgoland liegen

Von MikeTangoEigenes Werk, following the great footsteps of Maximilian Dörrbecker using data and information from these web sites:Global Offshore Wind Farms DatabaseBSH – Laufende Fortschreibung FlächenentwicklungsplanOpenSeaMapOpenStreetMap, CC BY-SA 4.0, Link

 

Rund um Helgoland liegen mehrere große Offshore-Windparks. Einige von ihnen gehören inzwischen fest zur modernen Nordseelandschaft rund um die Insel.

Nordsee Ost

Der Offshore-Windpark Nordsee Ost liegt rund 30 Kilometer nördlich von Helgoland. Er wird von RWE betrieben und besteht aus 48 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 295 Megawatt.

Nordsee Ost erzeugt seit 2015 Strom. Helgoland dient RWE als Betriebs- und Wartungsstandort für den Windpark. Die vergleichsweise kurze Entfernung ermöglicht es den eingesetzten Teams, die Anlagen schneller zu erreichen als von einem Festlandhafen aus.

Amrumbank West

Amrumbank West liegt ungefähr 35 Kilometer nördlich von Helgoland und rund 37 Kilometer westlich der nordfriesischen Insel Amrum.

Der Windpark besteht aus 80 Windenergieanlagen und besitzt eine installierte Gesamtleistung von 302 Megawatt. Auch Amrumbank West ging 2015 vollständig in Betrieb.

Meerwind Süd/Ost

Das Projekt Meerwind Süd/Ost besteht aus den beiden Offshore-Windparks Meerwind Süd und Meerwind Ost. Die Anlagen stehen rund 24 Kilometer nördlich von Helgoland und sind bei guter Sicht vom Oberland aus zu erkennen.

Zusammen umfassen die beiden Windparks 80 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 288 Megawatt. Seit September 2014 speisen sie Strom in das deutsche Netz ein.

Betrieb und Wartung werden durch eine eigene Servicebasis auf Helgoland unterstützt. Zu ihr gehören Lagerflächen, Werkstätten, Werkzeuglager sowie Räume für die auf der Insel eingesetzten Beschäftigten.

Kaskasi

Kaskasi ist einer der jüngeren Windparks in der Nähe Helgolands. Er liegt rund 35 Kilometer nördlich der Insel und besteht aus 38 Windenergieanlagen.

Der Windpark besitzt eine installierte Gesamtleistung von 342 Megawatt. Seit Ende 2022 erzeugt Kaskasi Strom und befindet sich inzwischen im regulären Betrieb.

Kaskasi liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den RWE-Windparks Nordsee Ost und Amrumbank West. Dadurch ist nördlich von Helgoland ein großes zusammenhängendes Gebiet der Offshore-Windenergie entstanden.

Diese Namen klingen zunächst technisch und weit entfernt. Auf Helgoland werden sie jedoch konkret. Wer häufiger auf der Insel ist, sieht Servicefahrzeuge, Spezialschiffe und Menschen, die für die Offshore-Branche arbeiten. Die Energiewende ist hier nicht nur ein Begriff aus politischen Debatten. Sie gehört zum Alltag des Hafens.

Warum die Nordsee für Windenergie so attraktiv ist

Über dem Meer weht der Wind stetiger und im Durchschnitt stärker als an Land. Das macht die Nordsee für die Stromerzeugung durch Windenergie besonders interessant.

Gleichzeitig ist die Windkraft auf See technisch anspruchsvoll. Die Anlagen sind dauerhaft Salzwasser, Wind, Wellen, Strömung und Stürmen ausgesetzt. Fundamente müssen sicher im Meeresboden verankert werden. Seekabel transportieren den erzeugten Strom zu Umspann- und Konverterstationen und anschließend weiter in das Stromnetz an Land.

Auch die Wartung ist schwieriger als bei einem Windrad auf einem Feld. Offshore-Einsätze hängen von geeigneten Wetterfenstern ab. Bei starkem Wind oder schwerem Seegang können Techniker eine Anlage nicht sicher erreichen.

Je länger die Anfahrt dauert, desto kleiner wird das nutzbare Zeitfenster für die eigentliche Arbeit. Genau deshalb braucht es Standorte wie Helgoland. Morgens sieht man die Katamarene hinfahren, abends zurückkommen. Die Insel verkürzt die Wege und bietet eine Basis für Menschen, Ersatzteile, Material und Schiffe. Das Besondere: Sogar Hubschrauber stehen extra dafür auf Helgoland zur Verfügung, um noch schneller vor Ort zu sein.

Helgoland profitiert – aber die Insel verändert sich auch

Seehunde, die sich auf der Helgoländer Düne sonnen.
Die Nordsee ist auch Lebensraum von Kegelrobben und Seehunden. Hier sonnen sich gerade einige auf der Helgoländer Düne.

Für Helgoland brachte die Offshore-Windkraft neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Eine Insel, die stark vom Tourismus abhängig ist, profitiert von einer zusätzlichen Branche, die nicht nur während der klassischen Urlaubssaison tätig ist.

Techniker, Ingenieure, Schiffsbesatzungen und andere Beschäftigte benötigen Unterkünfte, Verpflegung und Dienstleistungen. Davon können Hotels, Gastronomie, Vermieter und weitere Betriebe auf der Insel profitieren.

Für Helgoland ist das von Bedeutung. Wer öfters da ist, sieht mal ganz kurz Leerstand, dann wieder wunderbare Aktivität in den Geschäften. Das Leben auf einer Insel ist teurer, wetterabhängig und logistisch anspruchsvoll. Gleichzeitig schwankt die Zahl der Gäste im Jahresverlauf stark. Zusätzliche wirtschaftliche Standbeine können dabei helfen, die Abhängigkeit vom Tagestourismus zu verringern.

Aber jede neue Rolle verändert auch den Charakter eines Ortes. Helgoland ist nicht mehr nur Ausflugsziel, Naturinsel, Einkaufsort und Felseninsel. Die Insel ist zugleich Arbeitsstandort einer modernen Hochtechnologiebranche.

Das muss kein Widerspruch sein. Es bleibt aber eine Balancefrage: Wie viel technische Infrastruktur verträgt eine kleine Hochseeinsel? Wie lassen sich Offshore-Wirtschaft, Forschungsstandort, Tourismus und Naturschutz (und natürlich die Menschen vor Ort, die Helgoland ihre Heimat nennen) miteinander verbinden? Und wie bleibt Helgoland mehr als nur ein nützlicher Stützpunkt für Windparks?

Gerade diese Spannung macht das Thema interessant. Helgoland ist kein Postkartenmotiv ohne Konflikte. Die Insel ist ein lebendiger Ort, an dem Zukunft ganz praktisch verhandelt wird (und die Vergangenheit auch schon immer sehr wechselhaft war).

Energiewende in der Nordsee: notwendig, aber nicht konfliktfrei

Die Offshore-Windkraft ist ein wichtiger Baustein der deutschen Energiewende. Das Windenergie-auf-See-Gesetz sieht vor, die installierte Leistung auf mindestens 30 Gigawatt im Jahr 2030 zu steigern.

Bis 2035 sollen mindestens 40 Gigawatt erreicht werden, bis 2045 mindestens 70 Gigawatt.

Diese Ziele zeigen, wie wichtig die Windkraft auf See für die zukünftige Energieversorgung werden soll. Gleichzeitig ist die Nordsee kein leerer Raum.

Sie ist Lebensraum für Schweinswale, Seehunde, Kegelrobben, Fische, Muscheln, Krebse, Algen und Seevögel. Sie ist Route für Zugvögel, Fischereigebiet, Schifffahrtsraum, Forschungsgebiet, Tourismusregion und Wirtschaftsraum. Auch militärische Nutzung, Rohstoffgewinnung, Pipelines sowie Strom- und Datenkabel beanspruchen Flächen.

Jede neue Nutzung kommt zu bereits bestehenden Belastungen hinzu.

Offshore-Windparks benötigen große Flächen. Beim Bau der Fundamente kann erheblicher Unterwasserlärm entstehen. Der Meeresboden wird verändert, Seekabel müssen verlegt werden und Wartungsschiffe fahren regelmäßig zu den Anlagen hinaus.

Für Tiere und Lebensräume kann das Folgen haben.

Das bedeutet nicht, dass Offshore-Windkraft grundsätzlich falsch ist. Es bedeutet aber, dass sie nicht romantisiert werden sollte. Auch erneuerbare Energie braucht sorgfältige Planung, Schutzregeln, Forschung und eine dauerhafte Kontrolle der Auswirkungen.

Die Energiewende ist notwendig. Aber auch sie bleibt ein Eingriff in bestehende Lebensräume – sie ist angesichts der alten etablierten Energiegewinnung mit ihren planetenzerstörerischen Begleiterscheinungen allerdings alternativlos.

Warum der Klimawandel vor Helgoland besonders greifbar wird

Helgoland ist nicht nur Standort der Offshore-Windkraft. Die Insel ist auch ein bedeutender Ort der Meeresforschung.

Das Alfred-Wegener-Institut und die Biologische Anstalt Helgoland erfassen seit Jahrzehnten Daten über die Nordsee. Die Hegloländer sind stolz darauf und bei jeder Inselführung oder -rundfahrt erfährt man davon. Bei den Langzeituntersuchungen werden unter anderem die Wassertemperatur, der Salzgehalt und die Konzentration verschiedener Nährstoffe gemessen.

Diese international sehr geschätzten Daten zeigen deutlich, dass sich die Nordsee rund um Helgoland verändert. Seit Beginn der Messreihe im Jahr 1962 hat sie sich um etwa 1,7 Grad Celsius erwärmt.

Das klingt zunächst nach wenig. Für ein Meeresökosystem ist eine solche langfristige Veränderung jedoch erheblich.

Mit der Erwärmung verändern sich die Lebensgemeinschaften. Arten, die wärmere Gewässer bevorzugen, können sich ausbreiten. Andere Arten geraten unter Druck oder verlagern ihre Verbreitungsgebiete. Plankton, Fische, Bodenlebewesen und ganze Nahrungsnetze reagieren auf veränderte Temperaturen und Umweltbedingungen.

Für Besucher ist das nicht immer unmittelbar sichtbar. Die Wellen schlagen weiterhin gegen den roten Fels. Basstölpel brüten am Lummenfelsen und Kegelrobben liegen auf der Düne. Unter der Wasseroberfläche verschiebt sich dennoch vieles.

Gerade deshalb ist Helgoland ein so guter Ort, um über den Klimawandel zu sprechen. Die Insel zeigt Schönheit und Verletzlichkeit zugleich.

Offshore-Windkraft und Naturschutz: Was besonders sensibel ist

Wer Helgoland liebt, denkt schnell an Seevögel. Basstölpel, Trottellummen, Dreizehenmöwen und weitere Arten prägen den Lummenfelsen. Hinzu kommen zahlreiche Zugvögel, die Helgoland als Rastplatz nutzen (Die Vogelwarte Helgoland ist ebenfalls weltweit renommiert).

Auch unter Wasser ist die Nordsee rund um die Insel ungewöhnlich vielfältig. Der felsige Meeresboden bietet Lebensräume für Algen, Krebse, Muscheln, Schnecken und Fische. In der weiteren Deutschen Bucht leben Schweinswale, Seehunde und Kegelrobben.

Offshore-Windparks können diese Natur auf unterschiedliche Weise beeinflussen.

Besonders problematisch ist der Unterwasserlärm beim Bau. Bei vielen Offshore-Anlagen werden große Gründungspfähle in den Meeresboden gerammt. Die dabei entstehenden Schallereignisse können vor allem für Schweinswale gefährlich sein. Die Tiere orientieren sich akustisch und reagieren empfindlich auf starken Unterwasserlärm.

Deshalb müssen beim Bau technische Schallschutzmaßnahmen eingesetzt und festgelegte Grenzwerte eingehalten werden.

Auch Seevögel können betroffen sein. Manche Arten meiden Windparkflächen weiträumig. Andere reagieren weniger stark oder fliegen zwischen den Anlagen hindurch. Zusätzlich müssen mögliche Kollisionen und Veränderungen der Flugrouten berücksichtigt werden.

Für den Meeresboden bedeuten Fundamente und Kabel zunächst einen Eingriff. Später können die festen Fundamente jedoch auch von Muscheln, Algen und anderen Organismen besiedelt werden. Sie bilden dann künstliche Hartsubstrate in Gebieten, in denen zuvor möglicherweise Sand- oder Schlickboden vorherrschte.

Das kann bestimmten Arten neue Ansiedlungsmöglichkeiten bieten. Gleichzeitig verändert es die ursprünglich vorhandene Lebensgemeinschaft. Neu entstandenes Leben an einem Fundament gleicht den vorherigen Eingriff daher nicht automatisch aus.

Die Wirkung der Offshore-Windkraft ist nicht einfach schwarz oder weiß. Sie kann Lebensräume belasten und Tiere verdrängen. Gleichzeitig können an den Anlagen neue Strukturen entstehen. Entscheidend ist, dass Ausbau, Betrieb, Forschung und Naturschutz gemeinsam gedacht werden.

Klimaschutz darf nicht gegen Naturschutz ausgespielt werden. Gerade vor Helgoland gehört beides zusammen.

Persönlicher Blick: Wenn der Horizont technischer wird

Vom Oberland blickend auf den Nordstrand. Blauer Himmel, weißer Sand.
Helgoland ist eine der wunderschönsten Inseln in der Nordsee.

Ich bin jedes Jahr mindestens zwei Wochen auf Helgoland und mache zusätzlich gelegentlich Tagesfahrten dorthin. Dadurch verändert sich der Blick auf die Insel.

Beim ersten Besuch sieht man vielleicht vor allem den Hafen, die roten Felsen – und will die Lange Anna sehen. Man rennt durchs Ober- und Unterland und hofft, das Wichtigste mitgenommen zu haben. Die Düne muss beim nächsten Mal dran kommen. Wenn man häufiger dort ist,  und vor allem, wenn man das erste Mal über Nacht bleibt, nimmt man die Insel anders wahr. Man erkennt Routinen. Man sieht, wann die Insel voller ist und wann sie stiller wird. Man bemerkt, welche Schiffe kommen, welche Menschen arbeiten und wie sich der Hafen verändert. Und man merkt, wie sie sich einem ins Herz brennt. Wie Liebe entsteht.

Die Windparks gehören inzwischen zu diesem Blick dazu. Für mich waren sie von Anfang an da – zu meiner Freude. Allerdings darf man sie schön finden oder störend. Man kann sie als Hoffnungssymbol betrachten oder als technischen Eingriff. Wahrscheinlich sind sie beides.

Mich interessiert dabei weniger die Frage, ob Windräder am Horizont das Bild der Nordsee verschandeln. Mich interessiert, was sie erzählen, was sie ausdrücken.

Sie erzählen davon, dass unsere Energie irgendwoher kommen muss. Sie erzählen davon, dass Klimaschutz sichtbar wird. Und sie erzählen davon, dass auch ein grundsätzlich sinnvolles Ziel nicht automatisch zu einfachen Lösungen führt.

Vielleicht ist Helgoland genau deshalb ein so starker Ort für dieses Thema. Die Insel verhindert einfache Antworten.

Helgoland als Lernort der Energiewende

Die Nordsee gehört zu den am stärksten genutzten Meeresräumen Europas. Schifffahrt, Fischerei, Energiegewinnung, Tourismus, Naturschutz, Forschung und militärische Nutzung (Landesverteidigung) treffen auf vergleichsweise engem Raum zusammen.

Helgoland liegt mitten in diesem Spannungsfeld. Die Insel steht für Naturerlebnis, Geschichte, Forschung und Offshore-Windkraft zugleich.

Das macht sie zu einem Lernort. Nicht, weil hier bereits alles perfekt gelöst wäre, sondern weil man hier sehen kann, wie kompliziert Zukunft ist.

Die Frage lautet nicht einfach: Windräder oder Natur?

Die bessere Frage lautet: Wie gelingt eine Energiewende, die dem Klima hilft, ohne die Meeresnatur leichtfertig zu beschädigen?

Helgoland zeigt, dass diese Frage konkret ist. Sie steht im Hafen. Sie steht am Horizont. Sie steht in der Forschung. Und sie steht in der Art, wie wir über die Nordsee sprechen.

Der Helgoländer Leucht- und Funkturm nebeneinander stehend.
Sowohl der Helgoländer Funkturm als auch der Leuchtturm sind schon beinahe Wahrzeichen der Hochseeinsel. Sie sind auf jeden Fall Wegmarken für die Schifffahrt.

Helgoland, Natur und meine Geschichten

In meinen Geschichten spielen Natur, Verantwortung und Zukunft immer wieder eine Rolle.

In „Das Bee-Team“ geht es um Wildbienen, Naturgärten, Insektensterben und den Schutz kleiner Lebewesen, die oft übersehen werden. In „Das Bee-Team – Marshals“ rücken der zerstörerische Klimawandel, das katastrophale Artensterben und mögliche Zukunftsszenarien stärker in den Mittelpunkt. Helgoland wird der zentrale Ort der globalen Klimaallianz.

Und in „Die Weiße Libelle“ führt eine Nordsee- und Piratengeschichte von Büsum hinaus auf die Nordsee bis nach Helgoland. Die Verschmutzung der Meere bildet dabei ein wichtiges Hintergrundthema.

Helgoland verbindet viele dieser Motive. Natur, Meer, Verantwortung, Forschung, Geschichte und Zukunft liegen hier ungewöhnlich nah beieinander.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Insel für mich nicht nur ein Reiseziel ist: Sie ist ein Ort, an dem Geschichten entstehen.

Helgoland als Erinnerung für zu Hause

Wer Helgoland nicht nur als Reiseziel, sondern als Gefühl mit nach Hause nehmen möchte, findet in meinem Shop verschiedene Motive rund um die Hochseeinsel, die Nordsee und besondere Küstenmomente.

Dabei geht es nicht nur um ein klassisches Souvenir. Es geht um die Erinnerung an Wind, roten Fels, Meer, Möwen, Düne, Hafen und diesen besonderen Blick auf die Nordsee.

Fazit: Auf Helgoland wird die Energiewende sichtbar

Helgoland ist ein besonderer Ort, weil hier vieles gleichzeitig sichtbar wird.

Der rote Fels erzählt von Erdgeschichte. Die Bunker erinnern an Krieg und Zerstörung. Die Vogelkolonien zeigen, wie wertvoll die Nordsee als Lebensraum ist. Die Forschung dokumentiert, wie sich das Meer verändert. Und die Windparks am Horizont zeigen, dass die Energiewende nicht irgendwo stattfindet, sondern mitten in unserer Landschaft und mitten im Meer.

Die Offshore-Windkraft vor Helgoland ist Chance und Eingriff zugleich. Sie bringt Strom, wirtschaftliche Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven. Sie bringt aber auch neue Belastungen, neue Fragen und sichtbare Veränderungen.

Vielleicht ist genau das die ehrlichste Annäherung: Helgoland und die Energiewende ergeben keine einfache Erfolgsgeschichte. Sie sind ein Beispiel dafür, wie kompliziert Zukunft ist.

Und wie wichtig es ist, genau hinzuschauen.

Wie empfindest du die Windparks vor Helgoland?

Siehst du die Anlagen als störenden Eingriff in die Nordsee, als notwendiges Zeichen der Energiewende – oder als beides zugleich?

Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare.

Guckst du:

Leave a Comment

Anstieg Meeresspiegel

Klimaerwärmung

Produkte

Klimawandel

Bienensterben

Nordsee-Fantasy

Die Büsumer Fantasy-Piraten sind unterwegs.

Weihnachten