Laub ist eines der wichtigsten Naturgarten-Elemente – und September ist der Startschuss.

Warum herabfallendes Laub im September so wichtig ist – und wie du es richtig einsetzt

Wenn im September die ersten Blätter fallen, beginnt im Naturgarten eine besonders wertvolle Phase.
Laub ist nicht „Dreck“ oder „Abfall“, sondern ein hochfunktionales Ökosystem-Material, das Böden, Pflanzen und Tieren hilft.

Der größte Fehler, den viele Gartenbesitzer im Herbst machen:
Sie entfernen das Laub zu früh – und zerstören damit Lebensräume, die für den Winter entscheidend sind.


Warum Laub im Naturgarten unverzichtbar ist

Laub erfüllt gleich mehrere wichtige Aufgaben:

✔️ schützt den Boden vor Kälte
✔️ speichert Feuchtigkeit
✔️ fördert Regenwürmer & Mikroorganismen
✔️ bietet Winterschutz für Insekten
✔️ verbessert langfristig die Bodenqualität
✔️ verhindert Erosion
✔️ schützt Pflanzenwurzeln

Laub ist ein ökologischer Schatz – kostenlos und hoch wirksam.


Welche Tiere Laub im September nutzen

Viele Tiere beginnen bereits im September mit der Quartiersuche:

✔️ Marienkäfer
✔️ Florfliegen
✔️ Spinnen
✔️ Laufkäfer
✔️ Asseln & Tausendfüßer
✔️ Schmetterlingspuppen
✔️ Igel (erst im Oktober aktiv, aber Strukturen entstehen jetzt)

Eine laubfreie Fläche bedeutet für sie: kein Lebensraum.


Wo Laub auf jeden Fall liegen bleiben sollte

a) Unter Sträuchern und Hecken

Natürliche Winterquartiere entstehen hier fast automatisch.
✔️ unbedingt liegen lassen.


b) Unter Bäumen und Wildgehölzen

Hier wird Laub perfekt zersetzt.
✔️ Nährstoffe gehen direkt zurück in den Boden.


c) In Staudenbeeten

Laub schützt Wurzeln und fördert das Bodenleben.
✔️ nie entfernen.


d) In wilden Gartenecken

Hier entsteht wertvoller Naturmulch.
✔️ bester Platz für Insekten.

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Wo Laub NICHT liegen bleiben sollte

Laub ist wertvoll – aber nicht überall:

❌ auf Wegen → Rutschgefahr
❌ in Dachrinnen → Verstopfung
❌ auf sehr jungem Rasen → kann schimmeln
❌ in feuchten Schattenbereichen → zu viel Nässe

Hier darf Laub entfernt oder besser: umgelagert werden.


Was du im September NICHT tun darfst

❌ Laubsauger benutzen
→ töten Insekten und zerstören Bodenleben

❌ „Aufräumen“
→ Frühherbst ist keine Aufräumphase

❌ Laub entsorgen
→ pure Verschwendung wertvoller Biomasse

❌ Laub häckseln
→ zerstört Überwinterungsstrukturen

❌ Staudenbeete laubfrei machen
→ nimmt wichtigen Frostschutz

Laub gehört in den Garten, nicht in die Tonne.


Wie du Laub im September sinnvoll einsetzt

a) Natürliche Mulchschichten im Beet

3–5 cm reichen völlig.
✔️ schützt Wurzeln & Boden.


b) Laubkompost anlegen

Reines Laub ergibt den besten Humus überhaupt.
✔️ Gold für den Naturgarten.


c) Laub in Heckenbereiche schieben

Perfekter Igel- und Insektenlebensraum.
✔️ einfach & effektiv.


d) Laub für spätere Winterhaufen sammeln

Septemberlaub ist trocken und ideal für Winterquartiere.
✔️ wichtig für Igel ab Oktober.


Welche Laubarten am wertvollsten sind

✔️ Eiche → langsam, nährstoffarm, ideal für Stauden
✔️ Buche → fördert Humus
✔️ Ahorn → schnelle Zersetzung
✔️ Obstbaumlaub → leicht & luftig

Weniger geeignet:

❌ Walnuss (viel Gerbsäure, sparsam verwenden)


Fazit: Laub ist eines der wichtigsten Naturgarten-Elemente – und September ist der Startschuss

Wenn du Laub im September:

✔️ liegen lässt
✔️ richtig verteilst
✔️ nicht zerkleinerst
✔️ nicht entsorgst

…dann stärkst du:

✔️ Insekten
✔️ Igel
✔️ Bodenorganismen
✔️ Stauden
✔️ Bäume
✔️ die gesamte Artenvielfalt

Laub ist kein Abfall — es ist Naturkraft pur.

Alexander Ruth stammt aus der Stadt im Grünen (Meerbusch). Er studierte Geschichte, Anglistik sowie Germanistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und war über 15 Jahre als Journalist/Redakteur tätig. In seinen Fantasy-SciFi-Romanen Schmetterlingsgeschichten sowie in weiteren Romanen und Kurzgeschichten vermischt er Realität mit Phantastik, Mittelalter und Neuzeit mit Zukunft - und entführt die Leser damit in einzigartige Welten ...

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