Fortuna Düsseldorf gegen TuS Bösinghoven – ins Wasser gefallen


Mal etwas Nettes nebenbei:

Es ist knapp 25 Minuten vor Spielbeginn. Es regnet in Strömen. Gerade auf dem Heimweg läßt mich ein Bekannter am Landsknecht raus. Kaum ist die Autotür zu, der Wagen verschwunden, kommt unter dem Baum ein durchnässter Fortuna Düsseldorf Fan hervor, auf mich zu. In der Hand einen kleinen feuchten Fetzen aus einer schnellklingenden Tageszeitung. „Weißt du, wo der Platz ist? Heute spielt Fortuna in Meerbusch.“ Ach ja. Stimmt. Das ist heute. Ein schneller Blick auf den Zettel: Fortuna Düsseldorf gegen TuS Bösinghoven in Meerbusch. Ein Lächeln kommt in mir auf. Guuuuute Beschreibung. In Klammern: Sportplatz Am Windmühlenweg. Klar, dass der Mann an der ersten Bahnstation in Meerbusch ausgestiegen ist. Ein kurzer Blick auf die Uhr. Wenn er dahin will, dann muss er dieselbe Bahn nehmen wie ich. Anzeigentafel: Richtung Krefeld noch 15 Minuten. „Uii.“ Allerdings bin ich mir nur zur Hälfte sicher, ob der Windmühlenweg auch in Bösinghoven ist. Vielleicht ist das ja ein anderer Austragungsort. Schnell überlegt. Drei meiner Freunde sind eingefleischte Fortuna Fans. Die wohnen von unserem aktuellen Standort nur ein paar Fußminuten entfernt. Im Hinterkopf schon die Bitte formuliert, falls sie spät dran und noch nicht in Bösinghoven sind … Aber nachdem ich alle vier, die mir in der Schnelle einfallen, angerufen habe, und niemand ans Handy geht, bleibt mir nur, den Weg nach Bösinghoven an einem Samstagnachmittag zu erklären. Es gibt schönere Momente im Leben eines Meerbuschers. „Also, Du wartest jetzt noch zehn Minuten, fährst dann zwei Stationen bis Haus Meer. Dort muss Du in den Spezialbus für Rheingemeinden steigen. Wenn Du Pech hast, dann ist er gerade weg. Dann musst Du mindestens 30 Minuten warten. Dann noch knapp 10 Minuten Fahrt. Dort angekommen: Frag Dich rum! Das sind zwischen 5-10 Minuten Fußweg.“ Ungläubig schaut er mich an. „Jaaaa, so ist das hier am Wochenende. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob das um diese Uhrzeit nicht schon das Gefährt ist, das man extra telefonisch anrufen muss, damit die einen überhaupt mitnehmen. Aber sei Optimist, in die Zweite Liga habt ihr das doch auch geschafft!“ Der Fan schüttelt den Kopf, visiert das kleine Büdchen an, holt sich zwei Flaschen Altbier und stellt sich … an die Haltestelle Richtung Düsseldorf. Kein Fortuna in Meerbusch für ihn – ins Wasser gefallen. Fünf Minuten später: Die Rückrufe der vorhin angerufenen Freunde. Jetzt muss ich die Geschichte erstmal jedem erzählen …

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