Oktoberfest mit Leibesvisitation


Beim Oktoberfest kann es ganz schön deftig zugehen

Die Schmetterlinge Darfo und Sonja waren abends bereits auf dem Heimflug, wollten sich eigentlich schnell ins Bettchen in ihrer Schmetterlingswelt legen, als sie am Oktoberfest vorbeikamen. Naja, eigentlich wussten die beiden gar nicht, dass diese Party diesen Namen trug – doch als die erste Besucherin in Dirndl mächtig angetrunken rumschwankte, daneben ein Fremder in knapper Lederhose, konnten sie anhand der lallenden Gespräche feststellen, dass es sich hierbei nicht um die jeweiligen Ehe-Partner handelte, die allem Gesülze nach bereits Zuhause in Bett lagen oder sonst noch wo waren, und dass es sich um das bajuwarische Erntedankfest handeln musste. „Zu einer festlichen Leibesvisitation können wir zu mir gehen. Der ist auf Geschäftsreise“, torkelten die rheinischen Bayern an vier Jugendlichen (zwei Jungs, zwei Mädchen, alle Höhe 17) vorbei, die hier schon locker drei Stunden rumhingen und sich über alles lustig machten. Kaum waren die Vorbilder verschwunden, Sonja und Darfo fragten sich schockiert, was DAS denn für ein Fest war, da gabs auch schon die lebenserfahrene, abgehärtete und selbstübertragene und anscheinend länger angewandte, praktizierte Antwort mit Blick auf die Erwachsenen: „Die beiden machen alles richtig! Lasst uns uns zu mir gehen, dann legen wir auch los. Meine Eltern sind nicht da“, schlug eines der Mädchen vor, trieb damit dem anderen die Schamesröte ins Gesicht und sorgte bei den Jungs für ein lüsternes Lächeln. Alle nickten. Darfo und Sonja waren sprachlos in der Luft verharrt – hörten aber noch einen letzten Satz: „Die Party beim Oktoberfest ist okay, aber die Musik ist ja voll peinlich …

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