Insektenhotel einfach selber machen


Das Insektenhotel darf ruhig einen sonnigen Platz haben.

Ein Insektenhotel kann neben dem Kauf auch einfach gemacht werden.

Insekten (vor allem Bienen) im eigenen Garten zu helfen ist gar nicht schwer. Neben einem ausreichenden Nahrungsangebot durch die richtigen Pflanzen (hier klicken) und Wassertränken können Freunde der kleinen Helfer ihnen auch ein Insektenhotel anbieten. Die Märchenwesen von schmetterlingsgeschichten.com haben in ihrem Schmetterlingsgarten aktuell zwei Insektenhotels hängen, weitere sollen dazu kommen. Denn: Bei schmetterlingsgeschichten.com sind die „Zimmer“ schon zu 70 Prozent belegt. Dabei haben hauptsächlich drei Bienenarten bei ihnen Quartier bezogen. „Und die Mauerbienen haben wir erkannt“, freuten sich Schmetterlingsmädchen Martha und Einhorn Pinki. Ab Mitte April waren sie bei schmetterlingsgeschichten.com aktiv, jetzt Anfang Mai ist Ruhe eingekehrt. Interessant zu beobachten: Die Mauerbiene baut in eine Röhre des Insektenhotels gleich mehrere Brutzellen hintereinander und versiegelt sie vorne.

Insektenhotel direkt bis zum nächsten Jahr belegt

Die Märchenwesen wissen bereits, dass das Insektenhotel dadurch bis ins nächstes Jahr belegt ist. Weil: „Aus dem Ei schlüpft schon nach wenigen Tagen eine kleine Made, die sich in den folgenden 2-4 Wochen vom Pollenvorrat ernährt“, so die Experten von wildbienenschutz.de. Weiter: „Nach fünf Häutungen spinnt sich die Bienenmade einen Puppenkokon, in dem später die Verwandlung zum fertigen Insekt stattfindet. In der schützenden Hülle des Kokons überwintern die Mauerbienen und arbeiten sich dann erst im kommenden Jahr durch die Lehmwände ins Freie.“

Ein Insektenhotel selber bauen

Doch wie bekomme ich ein Insektenhotel? Ein Insektenhotel kann im Gartencenter oder im Baumarkt gekauft werden. Mittlerweile ist darunter auch nur noch wenig „Ramsch“, so dass man getrost zuschlagen kann.

Ein Insektenhotel kann aber auch selber gebaut werden: Wie die folgenden Bilder zeigen, kann man dabei recht kreativ sein. Es ist immer eine Frage der Möglichkeiten. Handwerkliches Geschick ist dabei schon ein wenig gefragt. Besonders beliebt sind Modelle mit möglichst vielen Röhren. Hat man ein Grundgerüst mit Dach gezimmert, füllt man es beispielsweise mit ausgehöhlten Bambusröhren. Diese sollten mindestens eine Länge von sechs Zentimetern haben.

Das Gitter vor einem Insektenhotel schützt vor Feinden wie Vögeln.Knoten in der Röhre werden durchbohrt. Die Bambusröhren sollten noch mit einem frostsicheren Fliesenkleber verbunden werden – damit sich der Specht nicht einzelne Röhren herauszieht und einen schmackhaften Happen zum Abendessen hat. Tipp: Zur Abwehr von Vögeln kann man Nisthilfen auch mit einem Drahtgeflecht oder Netz schützen.

Eine andere gängige Möglichkeit ist der Holzklotz als Insektenhotel: In diesen bohrt man Löcher in verschiedenen Größen hinein. Die Tiefe sollte mindestens acht Zentimeter haben, die Lochgröße kann von drei Millimetern nach oben hin variabel steigen. Der Wildbiene ist das Aussehen übrigens völlig egal. Hauptsache sie hat genug Löcher. Und dann wird das Insektenhotel aufgehangen.

Der richtige Platz fürs Insektenhotel

Wichtig ist dabei natürlich auch der Standort: Das Insektenhotel sollte möglichst viel Sonne und wenig Regen abbekommen. Das ist besonders für den Winter wichtig.

Als Insektenhotel können auch einfach Holzstämme angebohrt werden.

Und auch dran denken: Wer den anderen Insekten noch über den Winter helfen will, lässt in seinem Garten mehrere Ecken voll mit Laub und Tannenzapfen liegen. Denn das sind die „natürlichen Wohnungen“ der kleinen Freunde. Ein „cleaner“ Garten mag zwar Menschen mit Ordnungs- und Reinheitsdrang erfreuen, er ist aber tödlich für die schnuckelige Insektenwelt. Erst im nächsten Frühjahr kann man da ran.

Das war nur eine Auswahl der zwei gängigsten (und vielleicht wichtigsten) Methoden ein Insektenhotel zu bauen.  Die Märchenwesen von schmetterlingsgeschichten.com wollen ihr Angebot ja noch erweitern. Weitere Bauanleitungen, auch mit anderen Füllmethoden, findet ihr auch bei:

NABU

BUND

Wildbienenschutz

Insekten-Hotels

 

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