Die ritterlichen Tugenden


Ein Mann mit ritterlichen Tugenden wäre der perfekte Mann.

Die Gruppe Schmetterlingsmädchen saß auf dem Bett, alle hockten sie in ihren pinken Nachthemdchen dort und träumten von dem großen, schönen Märchen-Prinzen, der voll der ritterlichen Tugenden war. An die zwölf Stück gab’s. „Ich find Glaube, Liebe und Hoffnung am wichtigsten“, sinnierte Martha rum. Oooooooooh, stöhnte die Truppe aus. „Aber Weisheit, Gerechtigkeit, Mäßigung und Tapferkeit sind auch wichtig“, beschwerte sich das eine Schmetterlingsmädchen. Sofort nickten die anderen. „Und Barmherzigkeit. Friedfertigkeit, Güte und Demut gehören auch noch dazu!“, beschwerte sich eine weitere. „Und was ist mit der Treue?“ „Triuwe ist wie die Luft zum Atmen. Die muss nicht extra benannt werden!“, kicherte Martha. Haaaaaaaaach, entfloss es dem Chor. Einig waren sich bei einer Sache aber alle – wenn ER alles hätte, dann wäre das schon dolle. Aber dieser Schmetterling musste wohl erst noch gebacken werden. Denn die Ritter der Blauen Rose zählten ja nicht – waren ja keine Schmetterlinge …

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